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Felix Hageneiergestorben am 17. August 2026

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Liebe Klaudia, lieber Bodo,
Euren lieben Sohn habe ich wohl nur zwei- od. dreimal in seinem Leben gesehen, nämlich kurz nach seiner Geburt in Eurer Wohnung in der Gutenbergstraße, einmal in Eurem Haus im Hohen Kamp und am Tage der kirchlichen Trauung am 4. Juli. Eigentlich kannten wir uns gar nicht. Als ich an der Auferstehungskirche in Scharnhorst ankam, hatte ich das Bedürfnis, Felix zu begrüßen und mich ihm erstmal vorzustellen. Aber das war gar nicht nötig. Er ging mir entgegen, reichte mir die Hand und sagte: "Ja, ich weiß wer du bist. Meine Eltern haben mir oft von dir erzählt." Dabei schaute er mir tief in die Augen, hielt lange meine Hand und hatte einen unglaublich freundlichen, warmen und gütigen Gesichtsausdruck. So etwas erlebt man nicht oft und es hat mir sehr gut getan. Ich diesem Augenblick war ICH der Beschenkte, nicht umgekehrt. Bei der Verabschiedung nach der Trauung war es noch einmal ganz ähnlich. Lange hielt er meine Hand - eine kurze Umarmung hat es wohl auch gegeben -, und sein gütiger Blick schien sagen zu wollen: "Wer weiß, ob wir uns noch einmal wiedersehen...".
Daher hat es mich nicht gewundert, dass am Samstag so viele Menschen zu seinem Abschied kamen. Ich hatte den Eindruck, dass es noch mehr waren, als zu der Hochzeit.
Es hat mich zutiefst berührt, liebe Klaudia, wie Du Dein Kind selbst zu Grabe getragen hast. Schließlich hast Du ihn am Beginn seines Lebens ja auch getragen, neun Monate, in Dir... Du hast Deine Arme so eng um die Urne geschlungen, als wolltest Du Dein Kind noch einmal umarmen.
Für Dich, lieber Bodo, habe ich große Hochachtung und Respekt. Du hast allen Deinen Trost gegeben, Deiner Frau, Deiner Schwiegertochter, Deiner Mutter, Deinen Söhnen, kurz: Allen.
Und nun wünsche ich Euch von Herzen, dass Ihr - zumindest schon mal äußerlich - jetzt ein wenig zur Ruhe kommen könnt.
Felix selbst aber dürfen wir der Güte u. Gnade Gottes anbefehlen.
In diesem Sinne grüße ich, grüßen wir Euch herzlich.
Fühlt Euch umarmt.
Euer Wilfried mit Maren u. Johanna