Eine Geschichte für Papa
Unser Papa war ein Mensch, der fest im Leben stand. Seine zweite Heimat war das Emsland – dort fühlte er sich zu Hause, mit weitem Himmel, ehrlichen Menschen und viel Natur. Doch seine Freunde und Familie in Oberaden hat er nie vergessen. Sie blieben immer ein Teil seines Herzens.
Er liebte es, draußen zu sein. Besonders am Modellflugplatz konnte er abschalten – dort, wo seine kleinen Flugzeuge leise durch die Luft zogen. Früher war auch der Amateurfunk seine Welt, ein Hobby, das ihn mit Menschen verband, selbst über große Entfernungen hinweg.
Papa war jemand, der anpackte. Er half, wo er konnte – beim Bauen, Umbauen und Ausbauen. Vom Stall am Ponyhof über das Ferienhaus im Sauerland bis hin zu unserem Zuhause an der Gärtnerei: überall steckte seine Arbeit, seine Freude und sein Können drin.
In den 70er- und 80er-Jahren haben meine Schwester und ich dort unsere Kindheit verbracht. Diese Zeit war bunt, lebendig und voller Tatendrang – so, wie Papa war.
Doch irgendwann wollte der Kopf nicht mehr so, wie er wollte. Die Gedanken wurden schwer, und die Freude am Leben schwand. Und so ist er eines Tages friedlich eingeschlafen – still, wie ein letzter Gruß an all das, was er geliebt hat.
Tschüss, Papa. Du hast Spuren hinterlassen – in Häusern, in Herzen und in uns.